|

Lehre im Format der Forschung: Ein interdisziplinäres Seminarkonzept

Anhand einer interdisziplinären Lehrkonzeption wird die Frage behandelt, inwieweit sich eine disziplinäre Kreuzung aus Soziologie und Informatik dafür eignet, virtuelle Welten angemessen zu erforschen. Studierende entwickeln Forschungsprojekte, in denen digitale Medien als Erhebungsinstrument und/oder als Forschungsgegenstand behandelt werden. Im Format von Projektanträgen generieren interdisziplinäre Tandems innovative Forschungsfragen und erörtern das Erklärungspotential der einzelnen Disziplinen und den Mehrwert ihrer Kombination. Zuerst wird ein Konzept ‚virtueller Welten’ entwickelt, um diese begrifflich und empirisch entlang der Differenz von virtuellen und nicht-virtuellen Welten zu fassen. Dann werden die eigendisziplinären theoretisch-methodischen Kompetenzen von Soziologie und Informatik erschlossen, bevor das ‚Forschende Lernen’ als methodisch-didaktische Basis sowie die Seminarkonzeption erläutert werden. Den Schluss bilden die Präsentation der Seminarergebnisse sowie ein Ausblick auf die Chancen, die sich für Lehre, Forschung und Methoden-Weiterbildung eröffnen.

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

„Daumen hoch“ für das virtuelle Klassenzimmer. Zur Förderung mündlicher Interaktion in studienvorbereitenden Online-Sprachkursen durch den Einsatz eines virtuellen Klassenzimmers mit ergonomischer Benutzeroberfläche

Grammatik und Wortschatz, Lesen, Hören und Schreiben gehören zu den Kompetenzen, die sich sehr gut für die mediale Vermittlung in Online-Sprachkursen eignen. Zweifel bestehen aber bezüglich der Frage, ob mündliche Kompetenzen ebenso gut ausgebildet werden können, verlangen sie doch synchrone, direkte Kommunikation. Virtuelle Klassenzimmer setzen genau hier an und versuchen die mündliche Interaktion medial zu vermitteln. Sie können deshalb eine sinnvolle Ergänzung gängiger Lernprogramme sein. Die Sprachdidaktiker der Deutsch-Uni Online (DUO), einer multimedialen Sprachlernplattform, versuchen diesen Herausforderungen durch den Einsatz der am Fraunhofer Institut entwickelten Software vitero (virtual team room) zu begegnen. Der vorliegende Artikel beschreibt die verschiedenen Schritte bei der Implementierung des virtuellen Klassenzimmers in die Kurse der Deutsch-Uni Online sowie die Ergebnisse der ersten Erprobungsphase der Arbeit im virtuellen Klassenzimmer. Dabei zeichnet sich ab, dass die angestrebte Verbesserung vor allen Dingen in den Bereichen Sprechen, Hören, Wortschatz liegt und die Treffen insgesamt zu einem besseren Verständnis der Themen im Online-Kurs führen.

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

Ausbildung von E-Tutoren zur Betreuung von Studierenden – ein Beitrag aus der Praxis zur Lehre mit digitalen Medien

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Akzeptanz, der Zufriedenheit und dem Lernerfolg eines Schulungsprogramms zur professionellen Ausbildung von Lehrenden zu E-Tutoren[1] der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb), welches von der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt wird. Ziel dieser Ausbildung ist, Lehrende, insbesondere aus dem Hochschulbereich, in Online-Kursen dazu zu qualifizieren, Studierende beim virtuellen Lernen zu unterstützen. Zudem sollen sie als E-Tutoren ausgebildet werden. Grundlegend für dieses Angebot ist, dass es nach einem gemäßigt konstruktivistischen Ansatz gestaltet ist und den zukünftigen Lehrenden ermöglicht, selbst die Rolle des Lernenden einzunehmen und an den eigenen geplanten virtuellen Kursen zu arbeiten. Der Beitrag stellt Evaluationsbefunde aus vier Kursen der Jahre 2012 bis 2014 vor, die folgende Aspekte in Hinblick auf den Kurs genauer beleuchten: Akzeptanz des gesamten Kurses, Zufriedenheit mit der Lernplattform, Zufriedenheit mit der kooperativen Lernform, Zufriedenheit mit der Betreuung, subjektiver Lernerfolg und Nützlichkeit des Kurses. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass das nach einem gemäßigt konstruktivistischen Ansatz aufgebaute Ausbildungsprogramm als erfolgreiche Online-Ausbildung gesehen werden kann.

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

Praxisbericht über digitale Medien in der Bildung an Beispielen von Museen

Regina Schiller Die interdisziplinäre Bildung bzw. Vermittlung am Wissensort bzw. Lernort Museum und die Forschung dazu orientiert sich am realen und virtuellen Besucher, der gewonnen, für das Museum begeistert werden und wiederkommen, d.h. entwickelt und gebunden werden soll (Audience Development) (Hausmann, 2014). Auf welchen Wegen können Besucher in der Praxis mit den neuen digitalen Medien […]

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

Help Design does matter! Supporting knowledge development with design patterns and social computing

Help systems are meant to support learners in solving problems and tasks they cannot solve on their own. However, currently many help systems of standard software fail to reach these goals. A major problem is a gap between the intentions of the help system designers and the objectives of help users: The support offered by online help systems is often not perceived to be helpful. This originates in a lack of comprehensibility of the help content, due to its text-based format, and often a very technical style of writing. To overcome these problems, an online help system for a statistics software package was developed by keeping a strong focus on the users and their specific goals and tasks during the design of the system. The proposed system provides (a) content in problem-oriented units which were (b) each structured following the structure of design patterns, by providing a description of the problem, a solution to the problem as well as a link to related help topics. (c) Social Tagging was added to improve retrieval of help content while (d) a commenting function was included to provide a feedback channel between authors and users, which can be used to improve the contents after the deployment of the system.

A controlled experiment was conducted focusing on the effects of the implemented design pattern (problem-oriented units and animated screen captures to visualize the problem solution). Two groups were compared. One working with the newly developed help system, one with the help system regularly integrated into the software package. Thirty-six students of educational sciences where asked to solve complex tasks in the problem domain of the testing of. For the first task they were allowed to use the help system. Afterwards a transfer task had to be done without the help of the system. Results showed significant advantages for our proposed system, leading to less learning time, higher learning outcome and a higher acceptance by the users.

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

Blended Learning – Flexible Test DaF-Vorbereitung mit Online-Lernphasen

Der Beitrag stellt einen Ansatz vor, der Bedingungen für erfolgreiches Blended Learning in der Fremdsprachenvermittlung theoretisch begründen und evaluieren will. Primäres Ziel des Ansatzes ist es, einen theoretischen Rahmen zu schaffen, der einerseits einen klaren Bezug der verschiedenen Lernformen und Medien zum Erwerb der Sprachkompetenzen herstellt und andererseits dem handlungsorientierten Charakter der modernen Fremdsprachendidaktik gerecht wird. Im abschließenden Teil dieses Beitrags werden die Ergebnisse einer Feldstudie präsentiert, in der die Umsetzbarkeit des Ansatzes im Unterricht evaluiert wird und methodische Aspekte und Herausforderungen empirischer Erhebungen im Fremdsprachenunterricht aufgezeigt werden.

Gepostet in Paper | Keine Kommentare »

Heterogenität als Chance? Möglichkeiten der Binnendifferenzierung in mediendidaktischen Qualifizierungsangeboten

Die Mehrzahl der deutschen Hochschulen bietet Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für Hochschullehrende zu Themen der Hochschuldidaktik und/oder dem Einsatz digitaler Medien in Lehr- und Lernprozessen an (Bremer, 2003; Grote, 2008; Kalis & Wipper, 2014; Riedel et al., 2013). Die Zielgruppe der Hochschullehrenden zeichnet sich durch eine starke Heterogenität in Bezug auf Fachdisziplin, Vorwissen, Medienaffinität und -kompetenz, Status, Motivation und Selbstverständnis als Lehrender aus. Solch heterogene Lerngruppen stellen allerdings keinen Sonderfall von Qualifizierungsangeboten in der Hochschullehre dar, sondern sind als ein Kernelement von Erwachsenenbildung festzustellen (Grotlüschen, 2004). Bei der Planung und Durchführung von Qualifizierungsangeboten gilt es daher, didaktische Konzepte zu entwickeln, die die Heterogenität der Lerngruppe in ausreichendem Maß berücksichtigen. Der hier eingereichte Workshop befasst sich mit dieser Herausforderung und betrachtet didaktische und organisatorische Möglichkeiten, in Fortbildungsreihen mit der Heterogenität von Lehrenden umzugehen.

Gepostet in Workshop | Ein Kommentar »

Change Management und Organisationsentwicklung zur Verbreitung und Verankerung von E-Learning an Hochschulen

Der Workshop widmet sich dem Verständnis und Ablauf von Change-Management-Prozessen an Hochschulen zur Verbreitung und Verankerung von E-Learning. Auf Basis zweier etablierter Prozessmodelle und praktischer Beispiele sollen vorhandene Entwicklungen dargestellt und Interessierten Gelegenheit gegeben werden, eigene Vorhaben oder vergangene Entwicklungen zu reflektieren.

Gepostet in Workshop | Keine Kommentare »

Open Educational Resources und ihre Rolle an Hochschulen: Rahmenbedingungen für die Erzeugung, Bereitstellung und Nutzung

Der Workshop widmet sich der Nutzung, Erstellung und Verbreitung von Open Educational Resources (OER) an und durch Hochschulen und nimmt entsprechende aktuelle Entwicklungen, Hemmnisse und Rahmenbedingungen in den Blick.

Gepostet in Workshop | 3 Kommentare »

Qualitätsbewertung von Lehr- und Lernvideos

Die Anzahl der im Internet frei verfügbaren Videos steigt exponentiell an. Diese dynamische Entwicklung ergibt sich aufgrund der einfachen Möglichkeit der Bereitstellung von Videos auf Plattformen wie YouTube, der größeren Verfügbarkeit von Anwendungen und Geräten zur Erstellung von Videos mit hoher Auflösung und der kaum noch durch Bandbreiten eingeschränkten Nutzung. 94% der Jugendlichen besitzen ein Smartphone (Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest, 2014) und 81% der 14- bis 29-Jährigen nutzen ihr Smartphone für Online-Aktivitäten (van Eimeren & Frees, 2014), sind also potenziell sowohl Rezipienten wie Produzenten von Onlinevideos. Diese Entwicklungen führen dazu, dass die im Bereich der distance education lange etablierten Formate vorproduzierter Lehrfilme und Instruktionsvideos auch in anderen Bildungskontexten neue Aufmerksamkeit erhalten. Massive Open Online Courses (MOOCs) haben zu diesem neuen Schub der Integration von Erklär- und Lehrvideos in Onlineangeboten beigetragen, während im außer(hoch)schulischen Bereich bislang eher die aktive Erstellung von subjekt- und themenbezogenen Videos durch die Lernenden selbst in der Bildungsarbeit im Vordergrund stand (Aktive Medienarbeit). Die Qualität der auf Online-Videoplattformen angebotenen „How To“, Erklär- und Instruktionsvideos, die teils von Laien teils von Profis – dies sowohl auf den Gegenstand wie auf die filmische Produktion bezogen – erstellt wurden, ist entsprechend heterogen.

Für Lernende, die selbständig nach Videos suchen, aber auch für Lehrende, die innerhalb ihrer Lehrveranstaltung Videos zeigen oder empfehlen wollen, ist es sehr schwer aus der unüberschaubaren Anzahl von Videos diese mit guter Qualität zu bestimmen (vgl. O‘Flaherty & Phillips, 2015, S. 89). Eine unabhängige Qualitätsbewertung, z.B. in Form eines Qualitätslabels, könnte hier wertvolle Hilfestellung leisten. Dazu bedarf es wiederum eines Katalogs von Bewertungskriterien und Hinweisen, wie ein solcher zu nutzen ist.

Eine Diskussion zu lernunterstützenden Videos (kurz: Lernvideos) ist derzeit nur punktuell vorhanden und beschränkt sich zumeist auf einzelne Formen, z.B. Educasts (Zorn et al., 2013), Vorlesungsaufzeichnungen (Rust & Krüger, 2011) oder Common Craft Erklärvideos (LeFever, 2012). Eine Diskussion der Qualität von lernunterstützenden Videos steht bisher nicht im Zentrum.

Mit der Zielsetzung, einen Kriterienkatalog zur Bewertung von Lernvideos zu entwickeln, haben sich die fünf Organisatoren des Workshops in einer interdisziplinären Gruppe an der TU Darmstadt zusammengefunden. Ausgangspunkt und Hintergrund für dieses Anliegen stellen die bereits im Rahmen von Qualitätsbeurteilungen computergestützter Lernarrangements (bisheriges Gütesiegel GCL) an der TU Darmstadt entwickelten Instrumente und Forschungsarbeiten u.a. auch zum E-Learning-Label dar (vgl. u.a. Sonnberger & Bruder, 2009). Im Rahmen einer Kooperation der TU Darmstadt mit der Universität Graz wurde ein ganzheitlich angelegtes Qualitätsentwicklungsmodell für universitäres Lehren und Lernen mit Unterstützung Neuer Medien ausgearbeitet (vgl. Görsdorf et al., 2009).

Seit 2014 werden von den VertreterInnen der Medienpädagogik, Informatik und Fachdidaktik in Darmstadt gemeinsam bestehende Videos analysiert. Im Rahmen des Workshops soll der zur Analyse entstandene Kriterienkatalog der Fachöffentlichkeit in der vorliegenden Fassung vorgestellt und diskutiert werden. Damit sollen insbesondere die Perspektiven weiterer Disziplinen in die Erstellung des Kataloges einbezogen werden.

Gepostet in Workshop | Keine Kommentare »

Quelle:http://2015.gmw-online.de/blog/page/3/