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Medieneinsatz in der Hochschullehre mit Moodle/Moodlerooms

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Annabell Lorenz, Bettina Schlass

Einleitung in das Themenfeld

1 Leave a comment on Absatz 1 0 Interdisziplinarität als fächerübergreifende Zusammenarbeit stellt eine große Herausforderung an arbeitsteilige Prozesse, vor allem an Verständigungsprozesse dar. Es gilt, gemeinsam Forschungsgegenstände zu identifizieren, Wissen zu transferieren, Begrifflichkeiten, Theorien, Methoden und Methodologie zu integrieren sowie Synergien zu schaffen und dies didaktisch und kommunikativ sinnvoll zu gestalten. Hochschulen setzen heute nicht mehr ausschließlich ein Learning-Management-System ein, sondern viele Tools (wie z.B. E-Portfolio, Blogs, Webkonferenzen usw.), die auch nur annähernd mit dem Begriff „E-Learning“ zu etikettieren sind. Diese Vielfalt und damit Überführung in eine integrierte E-Learning-Infrastruktur ist häufig den Bedarfen heterogener Fachrichtungen zu verdanken. Die interdisziplinäre Arbeit mit digitalen Medien stellt dabei eine besondere Anforderung dar, da die einzusetzenden Werkzeuge je nach Bedarfsfall möglichst lösungsorientiert zu orchestrieren sind und im Idealfall integriert erfahrbar gemacht werden müssen. Cloud-Dienste und zwischenuniversitäre Vernetzung sind hier ebenso von Bedeutung wie die Zurverfügungstellung und selektive Freigabe eines möglichst umfangreichen Tool Sets, das innerhalb des Lernraumes nach bestimmten Kriterien zu- oder weggeschaltet werden können soll.

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Die Ressourcen kann eine einzelne Hochschule häufig nicht stemmen. Daher werden Lernplattformen an kleineren Hochschulen nur „out of the box“ oft ohne Anpassungen oder Integrationen betrieben. SAAS Lösungen, die teilweise Cloud-Funktionalitäten ermöglichen, wären daher insbesondere für kleinere Hochschulen oft sinnvoller und wartungsfreier und erlauben ggf., sich mit anderen Fachbereichen bzw. Institutionen zu vernetzen. Gerade für interdisziplinäre Forschung, Studien und Lehre kann dies gewinnbringend eingesetzt werden. Innerhalb der Institutionen fehlen oft spezifische Anpassungen: Datenbankanbindungen zur Benutzerauthentifizierung, tiefe Einbettung in die Systemlandschaft oder ein AAI-Konzept zur Vernetzung mit anderen Hochschulen ebenso wie automatisierte Prozesse zum Anlegen von Kursen, die jeglichen administrativen Aufwand von Lehrenden fernhält. Lehrende und Studierende wollen vereinheitlichte Zugänge. Interdisziplinäre Kurse oder Programme brauchen eine homogene Benutzererfahrung. Dies erfordert Offenheit, Interoperabilität und Standards (SCORM, LTI, IMS Simple Sequencing etc.), die Unterstützung zusätzlicher ggf. Open-Source-Integrationen, also auch eine offene Kultur und föderative Zusammenarbeit.

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Moodle ist eine im deutschsprachigen Raum häufig genutzte Lernplattform an Hochschulen. Hinter dem Namen Moodlerooms verbirgt sich die Open-Source-Lösung der Firma Blackboard und des weltweit größten Moodle-Partners, der sowohl durch die Entwicklung und Freigabe von Source Code an die Community als auch finanziell den signifikantesten Beitrag zum Moodle Open-Source-Projekt leistet. Dadurch ermöglicht Moodlerooms nicht nur, dass Moodle in seiner heutigen Form eine offene und freie Bildungsressource bleibt, sondern auch ständig weiterentwickelt wird: Google- und Microsoft-Integrationen, Beurteilungsraster oder Bewertungsinstrumente sind einige der Leistungsmerkmale, die in der Vergangenheit entwickelt und der Moodle-Community zur Verfügung gestellt wurden. In der Moodlerooms-Cloud mit Datenzentren u.a. in Deutschland und den Niederlanden werden global derzeit über 2 Millionen Nutzer auf 2.000 Instanzen von 1.000 Bildungseinrichtungen gehostet. Moodlerooms wird in dieser Umgebung kontinuierlich in der neuesten Version bereitgestellt, einschließlich skalierbarer Implementierungs- und Professionalisierungsservices, Training sowie 24/7-Unterstützung. Im Features-Bereich werden derzeit der PLD/Personal Learning Designer, SNAP für das Design responsiver Themes, Conduit zur Integration in Hochschulverwaltungssysteme, Berichts- und Analyse-Tools sowie integrierte Bewertungsfunktionalitäten angeboten. Die Stärke von Moodlerooms liegt sowohl in der Flexibilität, dem Team und dem offenen Konzept, das Integrationen zu anderen Tool-Providern erlaubt. Blackboard XpLOR, Collaborate als Webkonferenz- und Moderationslösung oder SMS-Textservice sind einige Beispiele, auf die im Workshop bei Bedarf eingegangen werden kann.

Zielsetzung

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Der Workshop soll neben einer kurz gehaltenen Überblickspräsentation Fragen, Erfahrungen und Perspektiven in Form von Anwendungsfällen einholen, auf die anschließend möglichst interaktiv mit Szenarien aus dem Moodlerooms-Angebot eingegangen wird.

Zielgruppe

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Der Workshop richtet sich sowohl an Projektverantwortliche als auch an Lehrende, die in interdisziplinären Projekten und Initiativen entsprechende Anwendungsfälle organisatorisch, didaktisch oder technisch betreuen und mitgestalten.

Ablauf und Methodik

6 Leave a comment on Absatz 6 0 1. Kurzer Moodlerooms-Überblick – vordergründig im Zusammenhang mit der Moodle Partnerschaft und ihrer Bedeutung für Hochschulen. Die Vorteile von Cloud Hosting und SAAS für Hochschulen, ebenso Code Review für Hochschulen oder Hochschulverbände, die eigene Anpassungen betreiben und enger Kontakt zu Moodle-Kernentwicklerteams.

7 Leave a comment on Absatz 7 0 2. Gemeinsame Erarbeitung von typischen, konkreten Anwendungsfällen.

8 Leave a comment on Absatz 8 0 3. Darstellung, wie auf diese Anwendungsfälle in Moodlerooms eingegangen werden kann: z.B. Erstellen von Lernpfaden, Berichtsfunktionalitäten, Benotungsworkflows, Gestaltung (SNAP), Integrationen von Tools wie Collaborate für Webkonferenzen und Connect (MoodleTXT) zum Versenden von SMS aus dem System.

Quelle:http://2015.gmw-online.de/298/?replytopara=8