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Qualitätsbewertung von Lehr- und Lernvideos

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Regina Bruder, Petra Grell, Johannes Konert, Christoph Rensing, Josef Wiemeyer

1     Motivation und Zielsetzung

1 Leave a comment on Absatz 1 0 Die Anzahl der im Internet frei verfügbaren Videos steigt exponentiell an. Diese dynamische Entwicklung ergibt sich aufgrund der einfachen Möglichkeit der Bereitstellung von Videos auf Plattformen wie YouTube, der größeren Verfügbarkeit von Anwendungen und Geräten zur Erstellung von Videos mit hoher Auflösung und der kaum noch durch Bandbreiten eingeschränkten Nutzung. 94% der Jugendlichen besitzen ein Smartphone (Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest, 2014) und 81% der 14- bis 29-Jährigen nutzen ihr Smartphone für Online-Aktivitäten (van Eimeren & Frees, 2014), sind also potenziell sowohl Rezipienten wie Produzenten von Onlinevideos. Diese Entwicklungen führen dazu, dass die im Bereich der distance education lange etablierten Formate vorproduzierter Lehrfilme und Instruktionsvideos auch in anderen Bildungskontexten neue Aufmerksamkeit erhalten. Massive Open Online Courses (MOOCs) haben zu diesem neuen Schub der Integration von Erklär- und Lehrvideos in Onlineangeboten beigetragen, während im außer(hoch)schulischen Bereich bislang eher die aktive Erstellung von subjekt- und themenbezogenen Videos durch die Lernenden selbst in der Bildungsarbeit im Vordergrund stand (Aktive Medienarbeit). Die Qualität der auf Online-Videoplattformen angebotenen „How To“, Erklär- und Instruktionsvideos, die teils von Laien teils von Profis – dies sowohl auf den Gegenstand wie auf die filmische Produktion bezogen – erstellt wurden, ist entsprechend heterogen.

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Für Lernende, die selbständig nach Videos suchen, aber auch für Lehrende, die innerhalb ihrer Lehrveranstaltung Videos zeigen oder empfehlen wollen, ist es sehr schwer aus der unüberschaubaren Anzahl von Videos diese mit guter Qualität zu bestimmen (vgl. O‘Flaherty & Phillips, 2015, S. 89). Eine unabhängige Qualitätsbewertung, z.B. in Form eines Qualitätslabels, könnte hier wertvolle Hilfestellung leisten. Dazu bedarf es wiederum eines Katalogs von Bewertungskriterien und Hinweisen, wie ein solcher zu nutzen ist.

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Eine Diskussion zu lernunterstützenden Videos (kurz: Lernvideos) ist derzeit nur punktuell vorhanden und beschränkt sich zumeist auf einzelne Formen, z.B. Educasts (Zorn et al., 2013), Vorlesungsaufzeichnungen (Rust & Krüger, 2011) oder Common Craft Erklärvideos (LeFever, 2012). Eine Diskussion der Qualität von lernunterstützenden Videos steht bisher nicht im Zentrum.

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Mit der Zielsetzung, einen Kriterienkatalog zur Bewertung von Lernvideos zu entwickeln, haben sich die fünf Organisatoren des Workshops in einer interdisziplinären Gruppe an der TU Darmstadt zusammengefunden. Ausgangspunkt und Hintergrund für dieses Anliegen stellen die bereits im Rahmen von Qualitätsbeurteilungen computergestützter Lernarrangements (bisheriges Gütesiegel GCL) an der TU Darmstadt entwickelten Instrumente und Forschungsarbeiten u.a. auch zum E-Learning-Label dar (vgl. u.a. Sonnberger & Bruder, 2009). Im Rahmen einer Kooperation der TU Darmstadt mit der Universität Graz wurde ein ganzheitlich angelegtes Qualitätsentwicklungsmodell für universitäres Lehren und Lernen mit Unterstützung Neuer Medien ausgearbeitet (vgl. Görsdorf et al., 2009).

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Seit 2014 werden von den VertreterInnen der Medienpädagogik, Informatik und Fachdidaktik in Darmstadt gemeinsam bestehende Videos analysiert. Im Rahmen des Workshops soll der zur Analyse entstandene Kriterienkatalog der Fachöffentlichkeit in der vorliegenden Fassung vorgestellt und diskutiert werden. Damit sollen insbesondere die Perspektiven weiterer Disziplinen in die Erstellung des Kataloges einbezogen werden.

2     Organisation und Durchführung

6 Leave a comment on Absatz 6 0 ·    Prof. Regina Bruder (Mathematikdidaktik, TU Darmstadt)

7 Leave a comment on Absatz 7 0 ·    Prof. Petra Grell (Medienpädagogik, TU Darmstadt)

8 Leave a comment on Absatz 8 0 ·    Dr. Johannes Konert (Multimedia Kommunikation, TU Darmstadt)

9 Leave a comment on Absatz 9 0 ·    Dr. Christoph Rensing (Multimedia Kommunikation, TU Darmstadt)

10 Leave a comment on Absatz 10 0 ·    Prof. Josef Wiemeyer (Sportwissenschaft, TU Darmstadt)

Literatur

11 Leave a comment on Absatz 11 0 Görsdorf, E., Bruder, R. & Sonnberger, J. (Hrsg.) (2009). Qualitätsentwicklung in der Lehre durch Neue Medien. Graz: Leukam.

12 Leave a comment on Absatz 12 0 LeFever, L. (2012). The Art of Explanation. New York: John Wiley & Sons.

13 Leave a comment on Absatz 13 0 Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest (Hrsg.) (2014) JIM-Studie 2014. Jugend, Information, (Multi-)Media. Stuttgart.

14 Leave a comment on Absatz 14 0 O’Flaherty, J. & Phillips, C. (2015). The use of flipped classrooms in higher education: A scoping review. The Internet and Higher Education, 25, 85-95.

15 Leave a comment on Absatz 15 0 Rust, I. & Krüger, M. (2011). Der Mehrwert von Vorlesungsaufzeichnungen als Ergänzungsangebot zur Präsenzlehre. In T. Köhler & J. Neumann (Hrsg.), Wissensgemeinschaften. Digitale Medien – Öffnung und Offenheit in Forschung und Lehre (S. 229-239). Münster: Waxmann.

16 Leave a comment on Absatz 16 0 Sonnberger, J. & Bruder, R. (2009). Evaluation und Qualitätssicherung durch ein E-Learning-Label. In U. Dittler et al. (Hrsg.), E-Learning: Eine Zwischenbilanz (S. 55-70). Münster: Waxmann.

17 Leave a comment on Absatz 17 0 van Eimeren, B. & Frees, B. (2014). Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2014. 79 Prozent der Deutschen online – Zuwachs bei mobiler Internetnutzung. Media-Perspektiven, 7(8), 378-396.

18 Leave a comment on Absatz 18 0 Zorn, I., Seehagen-Marx, H. Auwärter, A. & Krüger, M. (2013). Educasting. Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden. In M. Ebner & S. Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (2. Aufl.). Berlin: epubli.

Quelle:http://2015.gmw-online.de/295/?replytopara=11